Bakxai
Nach der Tragödie des Euripides
Eine Stadt ist in Aufruhr. Durch die Straßen zieht eine Schar fremder Frauen und verkündet neue Riten. Der Gott Dionysos sei eingezogen. In den Bergen tanzt rasend das Königsgeschlecht. Den Ausbrüchen der Gewalt steht der Herrschende, Pentheus, hilflos gegenüber.
Euripides Bakchen zeigt den radikalst-möglichen Umbruch innerhalb eines Staates: die Einführung eines neuen Glaubenssystems. Welche Mechanismen begleiten eine Umstrukturierung, in der die Gesellschaft grundsätzliche Regeln ihres Zusammenhaltes verändert? Welche Positionen beziehen Akteure in Systemen, die nicht länger zu halten sind?
Und welche Rolle spielen Mythos, Gewalt und Heiligkeit in diesen Prozessen?
Unter der Regie Louise Mayer-Jacquelins wird der antike Text wieder aufgenommen und auf seine gegenwärtige Bedeutung geprüft. Der Körper bildet das Zentrum ihrer Arbeit: Wie manifestieren sich Gewalt und wo liegen ihre Grenzen? Raum dazu bietet eine Installation der französischen Künstlerin Emma Duffaud, welche die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt – die Wahrheit selbst wird in Extremsituationen brüchig. Umso besser eignet sich die theatrale Form, diese Momente zu reflektieren: Zwischen Darstellern werden
nicht nur Wünsche, sondern Weltbilder verhandelt.

Aufführungen: 27.06 – 01.07.2018

Kartenpreise:
Besucher unter 26: 6 Euro
Sonst: 10 Euro

Rufen Sie für Reservierungen die Nummer +436504615604 an


Termin Details

Dieser Termin endet am 01 Juli 2018